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Armee als Dauerthema

Als ehem. Bootsschütz Soldat und Gelegenheits-Kajaker/Rafter, will ich mich auch zum äusserst tragischen Unfall auf der Kander äussern.

Dass das inzwischen vier Tage alte Ereignis noch nicht kalter Kaffee ist, beweisen die heutigen Titelblätter der Tagespresse (allen voran natürlich der Blick).
Dieser hat recherchiert und herausgefunden, dass Yves M., der Vorgesetzte der verunglückten Gruppe, Präsident der Swiss Army Group (SAG) ist. Diese wurde im 2002 von RS-Absolventen gegründet um „sich gemeinsam ausserdienstlich an diversen Anlässen (Zweitagemarsch, Viertagesmarsch, mil Wettkämpfe) zu treffen“.
Yves M. hat den Unfall verletzt überlebt, ist aber wegen einer Operation am Kiefer noch nicht ansprechbar.

Die Sache mit der SAG ist gemäss Blick äusserst brisant, da die Gruppe bereits zwischen dem 30. Mai und 1. Juni auf der untersten Abschnitt der Kander rafen war. Die Armee hat den „privaten“ Ausflug „bewilligt“ und das dafür benötigte Material zur Verfügung gestellt.

Dieser Support eines Militär-Clubs ist meines Erachtens nicht erstaunlich, denn dass es Armee-Fans gibt, ist nichts Neues und dass die wissen wie sie sich mit Armee-Mittel versorgen auch nicht („Weiterbildung ausser Dienst ist erwünscht“).
Das Anmeldeformular für die „private“ SAG-Übung ist übrigens auf der Website der Offiziersgesellschaft Zürcher Unterland gehosted.

Erstaunlicher ist vielmehr wie dämlich und realitätsfremd über den Unfall in der Zeitung geschrieben wird und welche armseeligen Vermutungen seitens der Journalisten aufgestellt wurden. Es zeigt einmal mehr, dass die Armee eine isolierte und nicht-kritisierbare Institution ist.
Alle wissen wie schlecht und fahrlässig die Armee organisiert ist aber jetzt tut man mal wieder völlig überrascht und ist erstaunt, dass wo etwas überhaupt möglich ist.
Überraschend ist lediglich, dass nicht mehr solche Unfälle passieren.
Ich will jetzt aber auch nicht wieder die Armee anprangern, denn ich bin ja nicht Chef Armee und nur als solchen wäre ich legitimiert eine Kritik auszusprechen. Alle anderen Kritiker sind ja Verräter und haben keine Ahnung.
Daher zurück zu den Journalisten und ihren Fragen.

Waren die Soldaten ausgebildet?
Nein logisch nicht. Wildwasserfahren ist auch keine Ausbildung wie z.B. Gewehr Putzen. Das ist ein Training bzw. ein Sport. Nicht mal 15 Wochen RS würden reichen für eine vernünftige Ausbildung. Eine Armee-Wildwasser-Ausbildung könnte höchstens sein: „Wildwasserfahren ist in der Armee nicht erlaubt.“

Ist das Boot (M6) wildwassertauglich?
Nein, das Boot kann nicht mal vernünftig auf einem See gerudert werden. Bei uns sind das Rettungsboote wobei wir 7 Personen auf dem P80 sind d.h. der 7te Soldat müsste dann schwimmen, da das M6 nur für 6 Personen zugelassen ist.
Im Übrigen sieht man den Booten an dass sie technisch völlig veraltet sind, einen fixen Boden haben (= füllen sich mit Wasser) und tonnenschwer sind.

War es ein Auftrag?
Nein, sicher nicht. Ich vermutet, dass die Soldaten seit Montag keinen Auftrag hatten, was im WK ja normal ist.

War es Teil der Ausbildung?
Ausbildung und WK?

Wie dem auch sei, wenigstens waren einige Kommentatoren (Tagi, NZZ) nicht auf den Kopf gefallen und schrieben vom wirklichen „Status Quo“ der Armee. Aber eben leider nur als Kommentar.

So tragisch die ganze Sache ist, bleibt nicht anderes als auf das nächste Unglück zu warten. Und dann ist man dann wieder völlig überrascht.

BTW: Die Website der „Swiss Army Group“ wurde übrigens wie auch das Facebook Profile von Yves M. vom Netz genommen. Dank Google Cache kann man auf die Startseite der SAC-Homepager zugreifen: Link.
Und diese kann man dann auch gleich mal speichern..

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EM08

Höchste Zeit mit einem offiziellen „Anti-EM“ Post aufzufahren.
Für meine „Ich finde die EM Schrott“-Einstellung gibt es mehrere Gründe z.B. dass ich als Veranstalter etwa 0.3% der Bewilligungen bekomme, die man der UEFA gibt, dann natürlich das Steuergeld, die Armee-Einsätze etc..
Viel aktueller ist aber mein offizieller UEFA EM08-Muskelkater in den Oberschenkel. Ich durfte vor dem Eröffnungsspiel nämlich 2400 Public-Viewer filzen. Das wären dann also 2400 Kniebiegen. Danke.
Übrigens: Das Resultat fand ich super. Nur geregnet hat’s nicht. Dabei haben wir allen Zuschauer die Schirme (und Getränke und Sandwiches) abgenommen. Schade, hehe.

Dafür gibt es shoot it! ;)
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RIP Ringo.com

Der Fotodienst Ringo.com gibt per 30. Juni auf.

Nach langem Abwägen haben wir uns dazu entschieden, die Ringo Webseite zu schliessen.
Die Ringo Webseite wird nur noch bis zum 30. Juni 2008 verfügbar sein und danach vom Netz genommen. Du hast dann keinen Zugang zu Deinem Ringo Benutzerkonto mehr!

Tja, der Fall zeigt wieder einmal, dass die First Mover keineswegs erfolgreicher sind als die Follower (Ringo ist seit dem 26. Februar 1999 online, Flickr ist seit dem Jahre 2002).

Im Fall von Ringo ist die Pleite wohl auf den Innovations-Stillstand und die äusserst aggressive Werbeanzeige-Strategie zurück zu führen. Letzteres könnte ein Web1 Überbleibsel sein…

Trotz allem finde ich es erstaunlich, dass die die Site so abrupt vom Netz nehmen und nicht einfach ein paar Google Ads publizieren und den Webspace bei Amazon (S3) mieten… Oder dass sie nicht einen Deal mit Flickr gemacht haben und alle User ihre Fotos und Kommentare zügeln können. Naja.

„Ich“ habe übrigens auch Fotos auf Ringo. Sie werden mit Ringo untergehen…

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UT

Heute habe ich nach rund 125 ehrenvollen Diensttagen meine Karriere bei der Schweizer Armee beendet. Das UT hat sich nach all meinen Absenzen und Dispenzen abgezeichnet.
UT Grund sind übrigens meine Kreuzbänder (Schmerzen nach >1 Jahr nach Operation? ja).

Tja, jetzt gehöre ich wohl definitiv in das Lager der „Nicht zur Armee-Kritik legitimiert, da nicht (mehr) selber dabei“.
Ohne jetzt wieder gross auszuholen wie unantastbar die Institution Schweizer Armee ist, wie sinnlos das Milizsystem und wie armseelig die krankhafte Suche nach Aufträgen (wie z.B. an der UEFA EM08) etc. ist, muss ich ja sagen, dass ich durchaus meinen Spass als Bootss hatte und Freunde kennen gelernt habe, die ich nicht missen möchte.
In die Statistik gehen ich jetzt wohl als +1 in den beiden Mainstream-Kategorien „Kreuzband“, und „RS ja, WK nein“ ein. So, Sdt Bartlome, meldet sich ab.

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Bundeshaus


Heute war ich zum z’Morga im Bundeshaus in Bern und das ab 0600h.. puuh.
Anlass war der PBS Event „Parlamentarier Frühstück“.
Es war ganz interessant die Herren und Damen NR und SR mal in Natura zu sehen – und es ergaben sich ganz nette Gespräche. Vor allem waren diese überraschend unbefangen und unpolitisch (die aktuelle Politiksituation in der Schweiz hätte genügend Themen…). Die Sache war also ein richtiger Mehrwert zu den Interviews, die man in den Medien so liest und tört.

Leider glaubten dennoch einige Parlamentarier wichtigeres zu tun zu haben als mit uns Kaffee zu trinken. Ich hoffe, dass diese trotzdem für J&S Kids und für Parallelimporte stimmen ;)
So und jetzt falle ich todmüde ins Bett.

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Mars

Schon gesehen? Der Mars Phoenix twittert.
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Es gibt Tage

Es gibt Tage da funktioniert gar nichts. Heute war so einer. Ich wollte nämlich mal endlich den Screencast für Tabcake fertig machen und ein wenig für meine Liz-Arbeit recherchieren.

Hier ein Auszug meiner WTF?-Erlebnisse heute:

  • Das sich selbst zerstörte OS X auf meinem Mac Mini lässt sich nicht neu installieren ohne dass das Ubuntu auch noch den Bach hinunter geht.
  • Das neue iMovie ist mit meinem PPC Mac nicht kompatibel (alle anderen iLife Programm schon).
  • Der Linux Video Editor „Kino“ will keine .mov Dateien importieren.
  • Decoder Chaos.
  • QT kann .mov Dateien nicht verlustfrei in .avi umwandeln. Die anderen Konvertierungsprogramme sind noch schlimmer.
  • Der Linux Video Editor „Open Movie Editor“ ist nur nach einem 7-Tage-Kurs bedienbar.
  • Im „Garage Band“ kann man die Auflösung der Bilder nicht ändern.
  • Google Docs direkt aus dem Mail heraus ausfüllen ist z.Z. nicht möglich.
  • ….

Und das hat geholfen:

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Nebel, Schnee und ein Generator

Gestern musste ich für einmal nicht ins Engadin arbeiten gehen sondern Richtung Tessin. Ja und weil der San Bernardino Tunnel ausgerechnet jetzt zu ist, waren da dann auch ein paar Kurven zu fahren.
Wenigstens hat’s nicht geschneit, dafür in Strömen geregnet und der Bodennebel war krass. Schnee hat’s übrigens noch Unmengen dort oben. Und das trotz klimaerwärmendem Generator, der den Akku meines Compi geladen hat.

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Krisenkonzept

Heute ist doch tatsächlich google.com/patents kurz ausgestiegen. Ein Vorbote? Höchste Zeit sich ein Krisenkonzept zu erstellen:

  • 5’000 Blatt Kopierpapier kaufen.
  • 5 Tonerrollen kaufen.
  • Mails, Kalender, Blog, Notizen, Docs, Bookmarks und eigene Maps drucken.
  • Am Bahnhof einen Gepäck-Kasten mieten.
  • Prints da reinwerfen.
  • Abschliessen.
  • Auf das Erdbeben warten.
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Ziemlich cool

So sieht wohl das Subnotebook der nahen Zukunft aus:

Das Ding heisst XO-2 und soll im 2010 ins OLPC Programm aufgenommen werden. Mehr dazu hier.
Ich bin dabei :)