Vibe-Coding ist einfach großartigst. Es hat mir endlich ermöglicht, ein weiteres Projekt von meiner Wunschliste zu realisieren: Ein Hörbuch-Player für meine Mutter, die eine starke Sehschwäche hat.
Nachdem ich ihr bereits einen Player für den PC gebaut hatte (mit grossen Buttons und einfacher Bedienung), habe ich mich – inspiriert von meinem DIY Arcade Controller – wieder in die Werkstatt verkrochen. Diesmal mit dem Ziel: Einen Player, der so intuitiv ist wie ein Kassettendeck aus alten Zeiten.

Die Hardware: Holzkiste, Riesentasten & Raspberry-Magie
Mit dem Anspruch, alles maximal einfach zu halten, wurde eine alte Holzkiste zum Gehäuse. Darauf hane ich folgendes montiert:
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Ein grosser grüner Arcade-Button (Mitte) für Start/Pause
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Zwei seitliche Tasten für 1 Minute Vorwärts/Rückwärtsspulen
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Zwei versteckte Admin-Buttons (nur mit Bleistift erreichbar!)
Das Herzstück ist ein Raspberry Pi – und natürlich das Python-Skript, das alles zum Leben erweckt und mit Vibe Coding (ChatGPT) erstellt wurde

So einfach funktioniert’s:
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Grüner Button:
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Startet das lokal gespeicherte MP3-Hörbuch.
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Beim erneuten Drücken: Stoppt und speichert automatisch die Position – beim nächsten Start geht’s genau dort weiter!
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Spul-Tasten:
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Springen jeweils 60 Sekunden vor/zurück
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Versteckte Buttons (nur mit Bleistift bedienbar):
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Track wechseln: Lädt das nächste MP3 im Ordner.
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Reset: Löscht die gespeicherte Position.
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Langer Druck: Fährt den Pi sauber herunter.
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Was mir besonders Freude macht:
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Kein Schnickschnack: Nur das Wesentliche – und sich auf dieses zu reduzieren ist nicht einfach ;)
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Offen & anpassbar: Dank Python kann ich jedes Detail optimieren.
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Lokal & unabhängig: Kein Cloud, keine Abos – die erworbenen MP3s liegen auf dem Pi.
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Remote: Mit VNC kann ich aus der Ferne alles steuern, verbessern etc.
The bigger picture 1: Prototyping
Für mich zeigt dieses Projekt etwas Entscheidendes: Einfachheit zu designen braucht Mut (ich musste mich zurück halten nicht noch mehr Buttons zu installieren) – aber vor allem braucht es Prototyping in Echtzeit. Und dank VibeCoding erreicht das für mich eine völlig neue Dimension.
Bei Hardware-Software-Projekten wie diesem ist reines Konzeptdenken oft trügerisch. Klar, ich wusste von Anfang an: »In der Mitte kommt ein grosser Button für Play/Pause!«. Aber dann tauchen die echten Fragen auf:
- Wie lang soll »Spulen« sein? 30 Sekunden? 60?
- Wo platziere ich Admin-Buttons, die niemand aus Versehen drückt?
- Fühlt sich die Anordnung physisch intuitiv an – oder liegt der »Vorwärts«-Button plötzlich im Weg?
Ohne Prototyping wäre das unmöglich gewesen. Man kann nicht alles am Reissbrett planen und dann perfekt bauen. Das ist Wunschdenken. Selbst ich ertappe mich oft bei dem Gedanken: »Ach, das müsste doch auf Anhieb klappen!« – bis dann die Realität anklopft.
VibeCoding ist deshalb mehr als nur schnelles Coden: Es ist eine neue Arbeitsweise. Es ermöglicht mir, Hypothesen zu überprüfen – und zeigt mir dadurch erst, was wirklich funktioniert. Vor allem bei Projekten, wo Code auf Hardware trifft, entfaltet diese Methode ihre ganze Magie. Grossartig!
The bigger picture 2: Sh** y Produkte für Senioren
Technik soll helfen – nicht frustrieren. Zu sehen, wie meine Mutter nun völlig stressfrei ihre Hörbücher geniessen kann (ohne mit winzigen Buttons oder Sprachbefehlen zu kämpfen), ist super. Einfachheit ist manchmal der grösste Luxus.
Ich sehe hier zudem Parallelen zu Gadgets bzw. Toys für Kinder. Im Alter nähern wir uns wohl wieder eher diesem Status. Leider ist die Antwort der Indstrie sehr oft hässliche Devices, die teuer sind, doch zu kompliziert und nicht anpassbar.

Was als nächstes kommt?
Ich möchte das Skript noch robuster machen (automatischer Start nach Neustart) und die Holzkiste optisch aufhübschen – vielleicht mit einem lasierten Finish.
Habt ihr ähnliche Projekte umgesetzt? Oder Ideen zur Verbesserung? Ich freue mich auf euren Input in den Kommentaren!
