Heute habe ich mit mehr als einjähriger Verspätung twi.si gelauncht. Twi.si ist ein für Twitter optimierter URL-Shortener, anhand dessen eine beliebige Seite mit Twitter „kommentiert“ werden kann.
Und so funktioniert’s:
Der mit Twitter eingeloggt User verlinkt die Seite (z.B. ein Zeitungsbericht) und schreibt dazu einen Kommentar. Twi.si generiert eine kurze URL, ladet die verlinkte Seite und zeigt in einer beweglichen Box den Tweet an.
Andere User können Kommentare direkt ergänzen. Im Twitter-Profil erscheint der Kommentar und die URL.
Hört sich kompliziert an – ist aber ganz einfach ;) Am besten gleich testen oder dieses Beispiel ansehen. Freue mich auf Feedback und Bug-Hinweise.
Zürich ist zugegebenermassen nicht gerade die velofreundlichste Stadt.
Es sind aber nicht die fehlenden Velostreifen und fiesen Tramschienen, die einem die Fahrt erschweren sondern die Velofahrer selber. Verschlafene Linksfahrer in der Langstrasse-Unterführung, in der Abenddämmerung verschwindenden „Ohne-Licht-kreuz-und-quer Fahrer“ und natürlich die weitverbreiteten Rechtsüberholer bei roten Ampeln.
Zu letzteren gehören übrigens rund 90% der Velofahrer. Mit diesen coolen „Ich-fahre-bei-Rot-noch-bis-auf-den-Fussgängerstreifen“ Rider kann man sich wenigstens prächtig vergnügen – und zwar indem man diese zwischen den Ampeln mit 5-fachem Speed überholt und sich dann bei Rot stehend wieder überholen lässt. Spätestens nach dem dritten Mal, beginnt der rote Bereich..
Bewährt amüsant ist natürlich auch das klassische „Treiben“: Schön aufschliessen, dann Tempo leicht steigern und zwischendurch links ins Blickfeld schwenken. Funktioniert aber nur bei Männer. Da aber garantiert ;)
Nimm‘ das Teil mit auf die Piste als perfekten Isolations-Layer oder in die City direkt als Aussenschicht. Nur auf dem Bike ist die Jacke am falschen Ort. Denn da heizt sie deinen Körper gandenlos auf und bringt dich innert Minuten in den roten Bereich.
Die Eastpack-Jacke wurde direkt aus den US importiert und nur 4 Wochen lang getragen, da zu klein.
Probieren ist möglich (8003 Zürich). Grösse M.
Zur Ricardo Versteigerung geht hier.
Gestern machten wir einen Ausflug ins Zeppelin-Museum in Friedrichshafen. Ein sehr empfehlenswerter Trip, der mit der Schiffahrt über den Bodensee und einer Forelle aus ebendem See prächtig ergänzt werden kann.
Aus innovationstheoretischer Sicht ist der Zeppelin m.E. ein Musterstück. Dabei fand ich drei Aspekte besonders spannenden:
Nährboden für Innovationen
Beim Bau der riesigen Übersee-Modelle war nicht nur „Gewicht“ sondern auch „Luxus“ ein wesentlicher Aspekt.
Neben den aus technischer Sicht für den Flug wesentlichen Komponenten wie der neuartigen Aluminiumkonstruktion, den leistungsstarken V-Motoren etc. wurde daher auch im „entfernten“ Bereich des Interieurs ein grosser F&E-Aufwand betrieben. So galt es z.B. Stühle und Lampen zu designen, die nicht nur sehr leicht waren sondern auch den hohen Anforderungen und v.a. Vorstellungen der Gäste gerecht wurden. Bauhaus schien hier die Lösungen zu bieten und präsentierte den Schnörkel-gewohnten Gästen revolutionäres Design.
Der Aspekt des „Nährbodens“ scheint mir zudem besonders spannend, da die Entwicklung des Zepplins selber – im Vergleich zur Mondlandung – in einer Sackgasse endete, aber Starthilfe für Technologien war, die wir heute noch nutzen.
Think Big und Krieg
Die Lindenburg war 246,7m lang und der grösste Durchmesser betrug 41,2m.
Kurz: Das Luftschiff war riesig und übertraf diesbezüglich die Vorstellungen der damaligen Zeit.
Obwohl die ersten flugtauglichen Luftschiffe noch um einiges kleiner waren, fehlte es Ferdinand Graf von Zeppelin nicht an Mut zur Grösse – eine Eigenschaft, die auf dem alten Kontinent gemäss einiger Zeitgenossen in den letzten Jahren verloren ging.
Dieses treibende „Think Big“ ist in diesem Sinne nicht mit dem wenige Jahre später folgenden Grössenwahnsinns auf politischer Ebene zu verwechseln, sondern als Treiber für Neues und Revolutionäres – jenseits den Auffassung der damaligen Gesellschaft.
Dennoch spielte der Grossenwahnsinn als mögliche Ursache für einen Kriegsausbruch eine Rolle. Wie bei sehr vielen Innovationen war ein solcher – in diesem Falle der sich anbahnende Erste Weltkrieg – für die staatliche Unterstützung der Entwicklung von entscheidender Bedeutung.
Schöpferische Zerstörung
Wie bereits erwähnt, stand es um die Massentauglichkeit des Zeppelins schlecht, zumal die Flugzeuge sich als bedeutend zukunftsträchtiger erwiesen. Wie nahe das Ende der Zeppelin-Ära tatsächlich war, ist Spekulation. Was bleibt ist die Tatsache, dass die Schöpferischer Zerstörung gerade mal 32 Sekunden dauern kann…
Gestern Abend wurde die Bushaltestelle um die Ecke zum Live-Twitter-Feed. Mit zwei Laptops filterten wir alle Tweets mit den Hashtags „#twinkleft“ und „#twinkright“ und projizierten diese als Gedankenblasen von hinten an die Rückwand des Wartehäuschen. Die auf den Bänken sitzenden Personen wurden so zu Träger von Tweets aus der ganzen Welt.
Via ustream streamten wir die Szene von vorne und brachten so die Tweets zurück ins Web. Es hat mächtig Spass gemacht :) Vielen Dank allen Helferinnen und Helfer – und natürlich den Twitterer, die mitgemacht haben.
Ich habe gerade Dipity in meinen alten Bookmarks entdeckt. Die positive Überraschung ist nicht nur, dass kein NOT FOUND erscheint, sondern, dass der Service ausgebaut wurde.
Die „neue“ Version 3.0 erlaubt nun Twitter Real Time Updates, Content Filter und Suchfunktionen.
Für Events und den eigenen Foto/Video/Blog/Twitter-Stream ist Dipity also durchaus eine Option.
„Südlich von Zürich“ hiess der Plan und der äusserst nette Herr am Last-Minute Schalter am Flughafen Kloten meinte „Teneriffa, morgen 1100h„.
Zurück zu hause checken wir auf Google Maps wo die Insel liegt, packten Badehosen und Shorts ein, buchten das Hotel (Hesperia Troya) für die erste Nacht und freuten uns mächtig auf eine Woche „Sommersonnenschein“.
Nach der Ankunft am Samstagnachmittag ging’s mit dem ÖV nach Adeje, der Party-Metropole von Teneriffa. In der Zwischensaison ist davon aber – abgesehen von den nicht sehr schönen „Betrink dich hier“ Leuchtanzeigen – wenig zu spüren.
Nach eineinhalb Tagen chillen am Stand und am Hotelpool reisten am wir am Montag mit dem ÖV weiter Richtung Norden nach Puerto de la Cruz. Da verbrachten wir drei prächtige Tage am schwarzen Strand, in der künstlichen Badelandschaft Lagos Martianez – und schlafend im Hotel.
Am Donnerstag mieten wir einen Skoda, fuhren nach Garachico und übernachten da zum ersten Mal nicht in einem Silohotel (die auch ihren Reiz haben) sondern in einem äusserst hübschen Hotel namens La Quinta Roja.
Am Freitag prügelten wir den Skoda dann Richtung Vukan. Ein äusserst prächtige Strecke in einer sehr faszinierenden Landschaft mit tiefen Täler, schwarzem Gestein und abenteuerlichen Kurven. Die Fahrt mit der Luftseilbahn auf den Gipfel aka Krater liessen wir dann aber bleiben.
Den letzten Abend verbrachten wir in der Hauptstadt – und nach einer kleinen Shopping-Tour ging’s am Samstag dann Richtung Flughafen und nach hause.
Hier noch ein kurzes Review:
– Teneriffa ist für einen verlängerter Sommer ein sicherer Wert. Wir waren Ende Oktober da, konnten baden, in der Sonne liegen.. Sprich: Kompromissloses Flip-Flop Wetter :)
– In der Zwischensaison sind die Touristen praktisch nur Senioren aus Spanien und Deutschland. Die Atmosphäre ist entsprechend entspannt. Partypeople sahen wir praktisch keine.
– Das Preis-Leistungsverhältnis in den Hotels ist sehr gut. Gerade das Beatriz Atlantis ist sehr zu empfehlen.
– Wie in jedem Reiseführer empfohlen, lohnt sich der Ausflug ins Innere der Insel, vorzugsweise mit einem Mietauto.
– Das Essen und der Kaffee ist nicht wirklich gut. Wirklich fein haben wir nur in der Mama Rosa in Arona gegessen. Den besten Kaffee gibt’s im McDonalds.
– Einige der Endlosstrassen sind durchaus skatebar :)
Richtig, seit gefühlten 7’000 Jahren gibt es nichts Schlimmeres als jemandem bei der Navigation auf dem Compi zuzuschauen (Ausnahme). Ein unbekannter Künstler hat’s mit diesem Comic sehr, sehr treffend skizziert.
.GIF sind so grossartig wie alt – und scheinen irgendwie nie aus der Mode zu kommen. Wahrscheinlich waren sie einfach der Zeit voraus. Denn wie Twitter sind .gif’s für den Ersteller gnadenlos: Der Content muss auf’s Wesentliche reduziert werden.
Dies hat für den User den fantastischen Vorteil, dass er genau weiss, dass ihn den Click auf „If there’s anything better than Jessica Alba GIFS, I haven’t found it (15 GIFS)“ höchstens 20 Sekunden kostet.
Ja und dank einer Fülle von Content, der relativ einfach auf’s Wesentlich reduziert werden kann, tauchen .GIF’s auch immer mal wieder gerne als hyper-virale Links auf. Man muss also kein Optimist sein um zu glauben, dass .gif’s auch HTML5 (und was danach noch so alles kommt), überleben werden ;)
Es gibt Momente, da frage ich mich ob sharen nett ist.. Jetzt ist z.B. gerade ein solcher.
Vor 65min sass ich noch mitten in der die Zürcher Nebel-Suppe und jetzt blendet mich die Sonne durch’s Zugfenster :) Schönes Weekend allerseits.